Förderkonzept

Unsere pädagogische Arbeit basiert auf einer gegenseitigen Wertschätzung und der Stärkung eines positiven Selbstwertgefühls bei allen in der Schule beteiligten Personen.

Alle sind anders. Wir verstehen Andersartigkeit als Normalität und Stärke. Jeder muss an der Gemeinschaft partizipieren können.

Wir wirken auf eine solidarische Lehr-, Lern- und Lebensgemeinschaft zwischen allen Kindern und Erwachsenen hin. Wir gehen von differenzierten Diagnoseverfahren aus, um eine individuelle Förderung der Schüler durchführen zu können.

Dabei ist es uns ein Anliegen, allen Kindern erreichbare Herausforderungen zu stellen, mit denen sie ihr Leistungspotenzial und ihre Persönlichkeit optimal entfalten können.

Wir möchten darauf hinwirken, dass sich alle in ihren Stärken und Schwächen annehmen können.

Um die Qualität unserer Unterrichtsführung gewährleisten zu können, nutzen wir Maßnahmen der inneren und äußeren Differenzierung. Dabei bauen wir auf die Kooperation vielfältiger inner- und außerschulischer Professionen. 


Schulsozialpädagogik

In der Schuleingangsphase (Klasse 1 und 2) werden die Kinder zusätzlich zur Klassenlehrkraft individuell durch eine an der Schule tätige Schulsozialpädagogin gefördert. Diese Förderung kann im Regelunterricht oder auch in Kleingruppen oder Einzelsituationen stattfinden.


Drehtürmodel

Eine Schule muss allen Schülerinnen und Schülern eine ihren Fähigkeiten entsprechende Bildung vermitteln, dies gilt auch für Kinder mit besonderen Begabungen.

Im Drehtürmodell an der GGS Unterhaan steht der einzelne (begabte) Schüler mit seinen Stärken und Schwächen im Mittelpunkt. Seine Stärken sollen weiterentwickelt und seine Schwächen abgebaut werden.

Eine individuelle Förderplanung für den Einzelnen ermöglicht eine optimale Förderung in fachlicher und persönlicher Hinsicht.

Die Auswahl der Schülerinnen und Schüler erfolgt über:

  • Beobachtung der SchülerInnen im Unterricht
  • Gespräche mit den LehrerInnen über leistungsfähige Schüler
  •  Besprechung in Konferenzen
  • Gespräche mit Eltern guter und sehr guter Schüler (z.B. am Elternsprechtag)
  • Teilnahme der Schüler an AGs und an Wettbewerben / Ergebnisse

 

Maßnahmen zur Förderung:

  • Arbeit an differenzierten Unterrichtsmaterialien im Regelunterricht
  • Wechsel in einzelnen Fächern (meist Mathematik oder Deutsch) in den Fachunterricht der höheren Jahrgangsstufe
  • Information der Eltern über außerschulische Angebote zur Begabtenförderung, z.B. Junior Uni Wuppertal
  • Teilnahme an Wettbewerben


 Hausaufgaben / Lernzeiten

„Hausaufgaben sollen die individuelle Förderung unterstützen. Sie können dazu dienen, das im Unterricht Erarbeitete einzuprägen, einzuüben und anzuwenden. Sie müssen aus dem Unterricht erwachsen und wieder zu ihm führen, in ihrem Schwierigkeitsgrad und Umfang die Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Neigungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen und von diesen selbstständig ohne fremde Hilfe … erledigt werden können.“ (RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 05.05.2015)

 

Unser Schulkonzept sieht es vor, dass in den Klasse 1 und 2 Lernzeiten von Montag bis Donnerstag die Hausaufgaben ersetzen. Lernzeit bedeutet vertiefendes, individuelles Arbeiten und Üben am aktuellen Lernstoff (Tagesplan/Wochenplan, etc.).

Die Lernzeit wird entweder von Lehrkräften oder pädagogischen Mitarbeitern oder gemeinsam von beiden Professionen im Team durchgeführt, wobei die Planung den Lehrkräften obliegt.

Sie wird vom Kind zu einer individuellen, vertiefenden Form des Arbeitens genutzt Doppelbesetzungen ermöglichen individuellere Fördermaßnahmen für Schüler mit besonderem Förderbedarf aber auch für Schüler mit besonderen Begabungen.

Freitags bekommen die Kinder eine Hausaufgabe, damit die Eltern den Lernstand und den Lernfortschritt ihres Kindes im Blick behalten.

Die Lernzeit dauert mind. 30 Min. bis max. 45 Minuten.


Teamteaching

Team Teaching ist eine kooperative Lehrmethode, bei der zwei oder auch mehr Personen gemeinsam eine Lerngruppe unterrichten. Durch das TeamTeaching wird der schulische Stoff den Schülern schneller und besser vermittelt, weil er insbesondere in heterogenen Lerngruppen viel intensiver differenziert und unterstützt werden kann. Allerdings bedeutet dies nicht eine Verdopplung des Frontalunterrichts an verschiedenen Fronten, sondern immer den Einsatz von lern- und handlungsorientierten Methoden. 

Zwei oder mehr Lehrende können bei der Handlungsorientierung effektiver arbeiten als einzelne Lehrer. 

 

 Mentor - Leselernhelfer

Der Bundesverband „Mentor - Die Leselernhelfer" versteht sich als politisch unabhängige Vereinigung, die sich der individuellen Förderung von Kindern im Bereich Lese- und Sprachkompetenz Deutsch verschrieben haben. Ein Erwachsener begleitet und fördert stets ein Kind parallel zur Lesezeit des Deutschunterrichts. In einem getrennten Raum wird gemeinsam gelesen, über das Gelesene gesprochen wird und der aktive Wortschatz trainiert.